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Schach-WM-Kandidatenturnier in Berlin

20. März 2018

Bericht von Hans Lotzien


Acht der besten Schachspieler der Welt sitzen im Kühlhaus in Kreuzberg an vier Tischen, auf vier Räume verteilt. Die Räume sind quadratisch angeordnet. Trennwände sorgen dafür, dass die Spieler nicht abgelenkt werden.

Von oben, ca. fünf Meter darüber, auf der 2. Etage (das Kühlhaus verfügt über 5 Etagen) kann man direkt auf den Kopf der Spieler und das Schachbrett blicken. Diesen ungewöhnlichen Blick bekommt man mit seiner Eintrittskarte von 20 Euro. 37 Euro kostet der Blick von der Spieleretage. Nur jeweils sechs bis maximal acht interessierte Schachfreunde haben an einer Seite einen guten Blick. Wenn sich an einen der Bretter eine freie Lücke auftat, versuchte ich diese sofort zu schließen. Dies viele herumlaufen war mir nach gut zwei Stunden zu viel. Ich suchte die 4. Etage auf. Dort waren die meisten Schachfans versammelt. An vier Bildschirmen konnte man die Partien verfolgen. Außerdem werden diese von Schachexperten erläutert. In der 5. Runde tat dies GM Georg Meier in sehr angenehmer Weise.

Insgesamt betrachtet (war zumindest an diesem Tag) der Zuspruch überschaubar. Laut einer örtlichen Zeitung werden täglich rund 200 Tickets verkauft. Für über 100 Euro kann man auch den VIP-Bereich in der 5. Etage betreten. Dort wird es sicherlich auch für diesen Eintrittspreis Kaffee und Kuchen geben. Das normale Schachvolk musste auf der 4. Etage mit einem Automaten begnügen, der auf Wunsch Kalte und warme Getränke sowie Süßigkeiten „ausspukte“.

Insgesamt war ich von der Veranstaltung enttäuscht. Die 6. Runde schaute ich mir dann auf Einladung des Schachclubs Kreuzberg in deren Schachclub an.  Der Verein ist im Haus des Sports untergebracht und verfügt über eigene Räumlichkeiten die sehr schön ausgestattet sind. Auf Bedarf kann auch das ganze Haus gemietet werden. Hier bekam ich auch einen guten Kaffee. Es wurden auch andere Getränke und verschiedene Speisen zu kleinen Preisen angeboten. Die 5. Runde wurde dort übrigens von GM Klaus Bischoff kommentiert. Auch andere Berliner Schachgrößen sind gerne bereit, die Kommentierung der Partien vorzunehmen. Der Schachclub Kreuzberg spielt in der 2. Bundesliga Nord und soll laut der dortigen Schachfreunde weit über 180 Mitglieder haben. Dienstage und Freitag sind dort die Spielabende.

Bericht von Hans Lotzien

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Hans Lotzien

 

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zuletzt geändert am 20. März 2018