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Bericht DPMM 2019

Vorrunde am 26./27.1.2019 in Ludwigshafen

Bericht von Martin Wecker


Am 26. & 27.01. war die nächste Runde im 4er Pokal in Ludwigshafen. Vier Mannschaften kamen zusammen, Godesberg, Bensheim, Ludwigshafen und Emmendingen. Vor der Runde wurden die Paarungen gelost. Emmendingen war die mit Abstand stärkste Mannschaft. Selbst die letzten sechs der Meldungen waren allesamt FMs und IMs. Aber es kam noch dicker. Sie sind am SA mit vier GMs angetreten. Davon zwei über ELO 2.600! Wir hatten Glück und wurden gegen Ludwigshafen gelost. Bei der anderen Paarung gab es nur Sonderwertungen (ELO Delta der Gegner > 400 Punkte). Von „Kanonen auf Spatzen schießen“ konnte keine Rede sein, eher waren es Atombomben.

Wir waren gegen Ludwigshafen leicht favorisiert. 2,5 bis 3 Punkte müssten drin sein. Emmendingen gewann schnell 4 : 0. Bei uns gab es einen richtig spannenden Pokalfight. Christian gewann als Erster an Brett 2. Sebastian musste sich leider geschlagen geben. Ich hatte eine unglückliche Eröffnung gespielt und hatte ein schwieriges Endspiel mit Springer und Läufer gegen das Läuferpaar. Es konnte nur zwei Resultate geben, Remis oder Niederlage. Stephen stand kritisch und ich war davon überzeugt dass ohne ein Remis von mir der Kampf verloren geht. Nach langem Kampf und Zeitnot hatte ich schließlich verloren.

Ich war total überrascht als es plötzlich hieß, es gibt einen Blitzentscheid. Bei Steffen war ein Wunder passiert, er hatte seinen Gegner in schlechter Stellung sehr glücklich matt gesetzt:

Stephen mit Weiß: Kg3, Df4, Bh4, g5, e3
Schwarz: Kh5, Dd3, Bg7, c2

Frohen Mutes holte sich Schwarz auf c1 eine neue Dame (mindestens ??). Noch froheren Mutes spielte Stephen Df7+ und freute sich auf das Matt im nächsten Zug (Df3).

Dann kam der Blitzentscheid. Ich konnte mich an meinem Gegner rächen. Nachdem er zwei Bauern weniger hatte und unter Mattangriff stand fiel seine Platte. Stephen und Christian gewannen auch recht überzeugend. Übrigens spielt die Berliner Wertung im Blitzentscheid keine Rolle. Es wird so lange weiter gespielt, bis eine Mannschaft gewinnt. Also 3 : 1 im Blitzen.

Nach dem glücklichen Weiterkommen haben wir erst einmal gut bei einem Italiener in Ludwigshafen gespeist.

Emmendingen hat am SO eine deutlich schwächere Mannschaft aufgestellt. „Nur“ drei GM (nur ein 2.600er) und einen FM. Wir waren kreativ und haben mal anders aufgestellt. Christian an 1 gegen GM Rausis. Sebastian gegen GM Sokolov. Meine Wenigkeit gegen GM Miezis. Und Stephen hatte das „Freilos“ gegen FM Herbrechtsmeier.

Christian hat schnell verloren. Ich hab´ nach anfänglichen minimalen Vorteil Remis gespielt. Stephen hatte wieder Glück (er hätte an dem Wochenende Lotto spielen sollen) und bekommt ein Remis geschenkt. Die Analyse im Zug hat das bestätigt. Übrigens hat mit der Zugfahrt alles sehr gut geklappt. Sebastian hat verloren allerdings mit einem wunderschönen Mattbild, was ihm die lange Rochade an diesem Wochenende versüßt.

Schwarz setzt in drei Zügen matt:
W: Kb2; De3; Th1, d1; Ld4, e2; Bh2, f2, c2, c4
S: Ke8; Da5; Lf8, d7; Se4, c3; Bg7, f7, e6, d5, b7, a6

Weiß hat zwei Quallen mehr und spielt Ta1, da …Da3 Matt droht.

Schwarz setzt in drei Zügen Matt.
…Db4 +; Kc1 Da3 +!; Ta3: La3: Matt

Selten habe ich ein so wunderbares Mattbild gesehen. Noch besser wäre es, es gäbe den Ld7 nicht.

Das 1 : 3 war OK, der Gegner war einfach zu stark.

Insgesamt ein schönes Schachwochenende im weniger schönen Mannheim/Ludwigshafen.

Bericht von Martin Wecker

 

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zuletzt geändert am 13. Februar 2019