GodesbergerSchachklub
  1929

Jahresbericht des Vorstandes 2007


Vorwort

Zur Hauptversammlung legt der Godesberger Schachklub 1929 eV auch in diesem Jahr einen Bericht des Vorstandes über die Entwicklung des Vereins vor. Alle bedeutsam erscheinenden Ereignisse wurden bereits im Laufe des Jahres in der seit 29 Jahren erscheinenden Klubzeitung GSK-Info dargestellt. Mit dem auch schon seit 1985 alljährlich herausgegebenen GSK-Archiv erhalten Sie beim Weihnachtschnellturnier am 21. Dezember 2007 zum Jahresausklang eine Zusammenfassung. Sie liegt auch in den ersten Wochen des neuen Jahres, solange der Vorrat reiht, im Klublokal aus.

Das wohl wichtigste Ereignis des Jahres 2007 war der Wechsel in das neue Spiellokal. Nach 33 Jahren mussten wir ‚unser' Pfarrheim St. Marien verlassen. Dank des Entgegenkommens der wieder zusammengefügten Pfarreien St Marien und St. Augustinus konnten wir unser neues Heim Anfang Januar beziehen. Der Abschied fiel sicher manchem nicht leicht. Aber nun haben wir uns eingewöhnt und dürfen rückschauend sagen, dass der GSK sich sogar in vielen Punkten verbessert hat.

Sehr erfreulich ist auch die fast stürmische Entwicklung der Jugendabteilung. Dank an alle, die hier ehrenamtlich wirken, insbesondere dem unermüdlich tätige Edwin Berkau.

Vorstandssitzungen

Der Vorstand trat im Jahre 2007 zu drei Sitzungen zusammen. Beraten wurde vor allem über die folgenden Punkte, teilweise mehrfach.

Öffentlichkeitsarbeit

Im Berichtsjahr gab es acht Ausgaben des GSK-INFO. In 29 Jahren sind nun insgesamt 485 Nummern dieser Klubzeitung erschienen. Immer größerer Beliebtheit, nicht nur bei den Mitgliedern des GSK, erfreut sich die von Thomas Jackelen vorbildlich gepflegte Homepage des GSK. Und auch der regelmäßig, meist montags, erscheinende GSK-Online-Service, bearbeitet von Michael Senkowski und Günter Poell, findet immer mehr Interessenten. So ist es möglich das GSK-Info, das noch vor Jahren fast jede Woche erschien langsam aber stetig ‚zurückzufahren' und nur noch Monatsschrift mit eher Archivcharakter herauszugeben.

Die beiden Tageszeitungen Bonner Rundschau und General-Anzeiger haben 2007 in insgesamt 74 Artikeln und Notizen über den GSK und den Schachsport in Bonn berichtet. Ferner ist nach jeder Spielrunde in beiden Zeitungen eine Tabellenleiste für insgesamt 10 Spielklassen im Sportteil erschienen. Regelmäßig wurden auf unsere Veranlassung hin auch Informationen über den Godesberger SK in der Zeitschrift Europa-Rochade veröffentlicht. Außerdem erscheinen, ebenfalls nun ständig, Berichte über bedeutende Ereignisse beim GSK in den beiden entgeltfrei wöchentlich an alle Haushalte in Bad Godesberg und im ‚Ländchen' verteilten Anzeigenblättern ‚Blickpunkt' und ‚Wir Godesberger'

Auch diesmal hat sich der GSK am Sommerfest im Bad Godesberger Stadtpark mit Erfolg beteiligt. Zahlreiche Klubmitglieder nahmen, wie es schon Tradition ist, teil. Es wurden erneut über 100 Werbezettel an Interessenten für das Königliche Spiel verteilt und ein Mitglied gewonnen.

Veranstaltungen

Das Jahr 2007 verlief hinsichtlich der vom GSK ausgerichteten Veranstaltungen gegenüber dem Jubiläumsjahr 2005 mit seinen Topereignissen eher ruhig. Sehr gut besucht waren bei harmonischem Verlauf das 11. GODESBURG-Open mit 84 Teilnehmern sowie die 35. Auflage des GODESBURG-Schnellturniers mit 107 Gästen und Mitgliedern am Himmelfahrtstag. Diese Zahlen zeigen, dass der GSK mit diesen überwiegend auch überregional ankommenden Veranstaltungen einen wesentlichen Beitrag zur Förderung des Schachsports in unserer Region leistet. Außerdem stellte der Klub auch 2007 sein neues Spiellokal und das Spielmaterial für mehrere bezirkliche Veranstaltungen im Senioren- und Jugendbereich zur Verfügung. Alle Turniere fanden das Interesse der Zuschauer und hatten bei der örtlichen und teilweise auch der überregionalen Presse eine durchweg positive Resonanz.

Turniere

Der Godesberger SK hat im Berichtszeitraum, wie nun schon seit vielen Jahren üblich, mehrere klubinterne Termine ausgerichtet. Dies waren

Mannschaftskämpfe

In der Spielzeit 2007 stellte der Godesberger SK erneut neun Mannschaften . Ferner drei im Jugendsektor. Damit war er in den meisten Spielklassen auf den vier Ebenen Deutscher Schachbund, Schachbund NRW, Schachverband Mittelrhein und Schachbezirk Bonn/Rhein-Sieg vertreten. Es war für unseren Klub erneut eine sehr erfolgreiche Saison.
Wie im Vorjahr haben die meisten GSK-Mannschaften diesmal gut oder sogar teilweise besser abgeschnitten. Ausführlich mit Tabellen und Übersichten der Einzelergebnisse wurde darüber im Heft 5 des GSK-INFO berichtet. Ein Nachdruck ist auf Wunsch bis 31. März 2008 möglich. Darauf wird verwiesen und hier nun nur noch kurz Bilanz gezogen.
Die 1. Mannschaft bot in der 2. Bundesliga eine starke Leistung. Sie stieg nach einem Jahr wieder zur 1. Bundesliga auf. Mit sechs Siegen, einem Unentschieden und nur einer Niederlage lag sie am Ende in der ‚bärenstarken' Zweitliga West auf Platz 1. Unbesiegt blieb Rustam Kasimdzhanov am Spitzenbett mit 4 aus 6. Dies gelang auch Alexander Dranov mit dem besten Ergebnis von 7 aus 8. Nur eine Niederlage gab es für Jan Sprenger, (5 aus 9), Tomas Likavsky (7 aus 9) und Bodo Schmidt. (6 aus 8)

Die 2. Mannschaft tat sich als Aufsteiger in der NRW-Liga sehr schwer. Nach einigen unglücklichen Niederlagen kehrte sie leider wieder in die NRW-Klasse zurück. Das beste Ergebnis erzielte erneut Heiko Mertens mit 5.5 aus 9. vor Ulrich Rohde mit 4.5 aus 9). Alexander Dranov gewann zwei Partien am Spitzenbrett ehe er zur 1. Mannschaft aufrückte.

Bei Punktgleichheit mit einem Plus 5 Brettpunkten nicht aufzusteigen ist hart. Das passierte der 3. Mannschaft in der Regionalliga. Warum? Nun der oft umstrittene direkte Vergleich ging verloren. Bester Einzelspieler war Michael Müller Boge mit 7 aus 9 vor Robert Biedeköpper mit 6 aus 8 und Martin Upleger am Spitzenbrett mit 5.5 aus 8.

Die 4. Mannschaft bot in der Verbandsliga Ost erneut eine starke Leistung. Das Ergebnis des Vorjahres wurde diesmal mit Platz 2 und einem nur ganz knapp verfehlten Aufstieg sogar noch übertroffen. Es war das beste Resultat, dass eine ‚Vierte' des GSK je erzielte. Besonders erfolgreich schnitt Peteris Sondors mit 8.5 aus 11 ab: Beachtlich auch Karl Koopmeiners mit 7.5 aus 9. Aber die ganze Mannschaft bot ein geschlossen gutes Bild.

Die 5. Mannschaft hat in der Bezirksliga Bonn/Rhein-Sieg endlich das ersehnte Ziel, den Aufstieg zur Verbandsliga, geschafft. Bester Einzelspieler war diesmal Sebastian Brandt mit 5.5 aus 7, knapp vor Wilfried Rommel mit 5 aus 7. Unbesiegt bliebt in 5 Partien am Spitzenbrett ferner Dr. Bernd Gemein. Aber auch hier überragte die Mannschaftsleistung.

Ein weiteres herausragendes Ergebnis erzielte die 6. Mannschaft. Als Aufsteiger mit nur geringen Chancen gestartet, erkämpfte sie fast sensationell mit ausgeglichenem Punktekonto Platz 5. Das gab es noch nie in der langen Geschichte des Schachbezirks. Niemand soll hier hervorgehoben werden. Der Erfolg war unbestritten das Ergebnis der geschlossen guten Mannschaftsleistung.

Die 7. Mannschaft belegte einen ausgezeichneten dritten Platz in der Bezirksklasse, die ansonsten nur aus ersten und zweiten Mannschaften besteht. Der absolute Topscorer war hier Günter Möller. Er erzielte mit 7 aus 8 auch das beste Einzelergebnis des ganzen Klubs.

Die 8. Mannschaft bot in der 1. Kreisklasse als Aufsteiger ebenfalls eine beachtliche Leistung. In der Endabrechnung belegte sie einen guten vierten Platz. Dennis Rosche erzielte die meisten Punkte. Zu erwähnen aber auch die gute Leistung der herangeführten Jugendlichen.

Die 9. Mannschaft, meist Jugendliche und Kinder, hat in der 2. Kreisklasse zufriedenstellend Rang 5 erkämpft. Beste Einzelspieler waren hier Omid Edalati und Johannes Florstedt.

Der Neuaufbau der Jugendabteilung zeigte erste Früchte. Erstmals gingen nach langer Zeit wieder drei Mannschaften an den Start.

Ganz überlegen wurde die 1. Mannschaft verlustpunktfrei Bezirksmeister. Das beste Ergebnis meldeten, jeweils ohne Verlustpunkt, Omid Edalati, (8 aus 8). Christopher Boysen (7 aus 7), Navid Edalati (7 aus 7) und Johannes Florstedt 4 aus 4).

Auch die zweite Jugendmannschaft war sehr erfolgreich. Sie erkämpfte sich in der Jugendklasse den ersten Platz. Bester war hier Niklas Gajewski (5.5 aus 6).

Die 3. Jugendmannschaft des GSK bestand aus Anfängern. Sie spielte schon eifrig mit, konnte sich aber trotz manch guter Einzelergebnisse noch nicht platzieren.

Blitzturniere

Wie fast in jedem Jahr hat der GSK in der Mannschaftsmeisterschaft im Blitzschach gut abgeschnitten. GSK I wurde Bezirksmeister und Verbandsmeister. GSK II qualifizierte sich als Vierter im SVM ebenfalls für NRW und weil GSK I als Meister des Vorjahres hier schon startberechtigt war nahmen erstmals in der Geschichte des Schachbundes NRW drei Mannschaften des gleichen Vereins an dieser hochrangigen Meisterschaft teil. Hier konnte die 1. Mannschaft sich erneut mit der Vizemeisterschaft für die ‚Deutsche' qualifizieren. GSK II kam auf einen ausgezeichneten siebten Rang. Bei der Deutschen Meisterschaft musste der GSK auf einige unabkömmliche Leistungsträger verzichten. Deshalb ist Rang 7 ein Erfolg.

Einzelturniere

Auch im Jahre 2007 haben Einzelspieler des GSK schöne Erfolge in externen Turnieren errungen. Sie wurden im GSK-INFO gewürdigt. Darauf wird im einzelnen aus Platzgründen verwiesen. Stellvertretend für alle seien diesmal Thomas Stenzel als Einzelmeister im Blitzschach des Schachbezirks und Peteris Sondors, der zum fünften Male hintereinander die Seniorenmeisterschaft des Bezirks gewann, erwähnt.

Aus dem Klubleben

Als ‚Jubilare' sind in 2007 zu nennen Ursula Schumacher (40 Jahre), Franz Langenfeld, Hans Lotzien und Robert Wessel (alle 30 Jahre), Jakob Naahs, Gerd Schniggenberg, Kurt Selter und Dr. Joachim Wintzer (alle 25 Jahre). Unser dienstältestes Mitglied Manfred Schmiedel wurde 85 Jahre alt. Er ist jetzt 61 Jahre im Klub. Wir gehören weiterhin mit jetzt 162 Mitgliedern zu den ganz großen Vereinen im Deutschen Schachbund.

Am 21. Dezember 2006 starb unser Mitglied Alfred Lehmann. Er gehörte dem GSK seit 1999 an. Wir behalten ihn in freundlicher Erinnerung.

Finanzen

Der Klub ist weiterhin schuldenfrei und hat auch einen ‚Notgroschen'. Dieses erfreuliche Ergebnis verdanken wir vor allem den großzügigen Spenden und der trotz schwieriger Finanzlage gewährten Hilfe der Stadt Bonn. Eine Darstellung des Rechnungsergebnisses im Jahre 2007 und der Entwurf des Haushaltsplanes für das Jahr 2008 liegen in der JHV aus und werden vom Vorstand erläutert. Leider müssen wir von Jahr zu Jahr hoffen, dass die angespannten Haushaltslage die Stadt sie nicht zwingt, die Sportförderung noch weiter zu kürzen. Wir sind aber dankbar dafür, dass der Schachsport in Bonn in jeder Beziehung den anderen Sportarten völlig gleichgestellt ist. Davon können die Schachvereine in den Nachbargemeinden nur träumen. Auch die Sportstiftung der Sparkasse KölnBonn, die hervorragend das Training unserer jüngeren Spitzenspieler unterstützt, verdient hier ehrende Erwähnung.

Dank

Das Jahr soll nicht zuende gehen, ohne dass wir Dank sagen. Vor allem der Pfarre St. Marien Bad Godesberg für die nach 33 Jahren nun in der Schwesterpfarrei St. Augustinus fortgesetzte Partnerschaft. Dank sagen wir vor allem Herrn Pfarrer Klaus Brüssermann für sein stetes Bemühen dem GSK in der äußerst schwierigen Situation der Suche nach einem neuen Spiellokal trotz seiner großen Belastung zu helfen. Dank sagen wir aber auch Herrn Otto Schreiber aus dem Kirchenvorstand, der uns fast jede Woche mit Tatkraft und neuen Ideen half, den Wechsel leichter zu vollziehen und der für unsere vielen Wünsche stets Verständnis zeigte. Als ein Beispiel von vielen sei nur erwähnt, dass er in stundenlanger Kleinarbeit die über 100 Stühle mit Filzplättchen versehen hat, um die beim Schachspiel störende Geräuschbelästigung durch rutschende Stühle zu beseitigen. Gut getroffen haben wir es auch mit Frau Pudelko, die - ebenso wie Ihre Vorgängerinnen im Pfarrbüro - sich fast jede Woche bemüht, unsere zahlreichen Terminwünsche zu erfüllen. Das ist nun viel schwieriger geworden, weil diese Säle fast an jedem Wochenende für private Feiern vermietet werden.
Auch Frau Anni Schumacher, die sich ehrenamtlich um das Haus kümmert, sei gedankt für viel Verständnis und Hilfe.

Dank gebührt auch denen, die für das Gelingen des Klublebens im Verborgenen wirken. Stellvertretend für alle sei erneut Franz Langenfeld genannt, der unermüdlich in vielen deutlich noch umfangreicher gewordenen Bereichen des Auf- und Abbau von Tischen und Stühlen sowie des ganzen Schlüsseldienstes tätig ist. Vergessen wollen wir aber auch nicht alle Mannschaftsführer, die die große Last des Spielbetriebes an den Wochenenden tragen und denen man oft etwas mehr Hilfe wünschen möge.

Ihnen allen dankt der Vorstand für Ihre Treue und wünscht Ihnen sowie Ihren Familien auch auf diesem Wege ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes Jahr 2008.

Mit herzlichen Grüßen
Robert Biedeköpper
1. Vorsitzender

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zuletzt geändert am 21. Dezember 2007